Turbulente Zeiten - Geopolitische Krisen im Zeitgeist des gesellschaftlichen Wandels

Ukraine-Krieg, Energie-Krise, Supply-Chain-Krise, Inflation und damit verbundene Zinsanstiege sowie der Klimawandel sind die derzeit prägenden Schlagworte. Und die Corona-Pandemie rückt dabei sogar in den Hintergrund, obwohl diese bei weitem noch nicht ausgestanden ist und die Fallzahlen wieder ansteigen. Die Krisenfrequenz steigt immens und die negativen Einflüsse werden dramatischer. Es scheint, als sei der Dauerkrisenmodus zur neuen Realität geworden. Kein angenehmer Zustand für viele Unternehmen, hatte man sich nach den Lockdowns der Corona-Pandemie doch eigentlich wieder auf eine Erholungsphase eingestellt. Wachstumsprognosen wurden durch den Internationalen Währungsfonds sowie andere Wirtschaftsinstitute flächendeckend nach unten korrigiert. Zentralbanken haben eine Trendwende eingeleitet und die Zeit des „billigen“ Geldes und endloser Wachstumsstorys ist zu Ende. Kapital kostet wieder Geld und steigende Zinsen erschweren Expansions- und Wachstumsprogramme für Unternehmen.

Abbildung 1: Unternehmen in Unsicherheit durch geopolitische Krisen

Nicht nur die aktuellen Krisenherde und die daraus entstehenden Implikationen sind eine Herausforderung für Unternehmen, auch die Gesellschaft befindet sich im Zeitgeist des Wandels und bürgt Unternehmen weitere Ansprüche auf. Nachhaltigkeit wird immer bedeutender und Unternehmen müssen einen nachhaltigen Wertschöpfungsprozess sicherstellen. Der Mangel an Fachkräften in einigen Branchen treibt die Lohnkosten an, führt zur Mehrbelastung der aktuellen Belegschaft und gefährdet wegen entgangener Aufträge die Wettbewerbs- und Innovationskraft. Hinzu kommen New Work Konzepte, der Umgang mit der Generation-Z und einer zunehmenden Akademisierung und Urbanisierung.

Abbildung 2: Zeitgeist des gesellschaftlichen Wandels

Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen müssen nun in den Fokus rücken, um die aktuelle Krisenphase zu überstehen und gestärkt in die hoffentlich bald aufkommende Wachstumsphase zu starten. Eine Kombination aus klassischer und digitaler Transformation besichert das kurzfristige Überlegen und gibt Freiraum für das Initiieren von mittel- und langfristigen Wachstumsinitiativen.

Erhöhung der Krisenresilienz durch klassische Transformation

Die klassische Transformation verfolgt das Ziel das kurzfristige Überleben des Unternehmens zu besichern und mittel- bis langfristig wieder eine wettbewerbsfähige Positionierung am Markt zu erlangen. Die Handlungsfelder untergliedern sich in strategische, operative, strukturelle und finanzielle Transformation.

Ziel der strategischen Transformation ist der nachhaltige Aufbau einer konkurrenzfähigen Wettbewerbsposition und der Renditefähigkeit. Die Unternehmensziele, die Strategie und Vision werden neu ausgerichtet. Daraus ergeben sich Auswirkungen auf das derzeitige Geschäftsmodell, Geschäftsfelder, Marktsegmente sowie das Produkt- und Beteiligungsportfolio. Die für die Entscheidungen relevanten Informationen werden über Markt- und Wettbewerbsanalysen ermittelt. Zielsetzung der operativen Transformation sind die Verbesserung der Ertragssituation, die Reduktion der Kapitalbindung und die Verbesserung der Liquidität. Zur Festlegung von Restrukturierungszielen werden Benchmarks genutzt, die als Maßstab zur Messung des Fortschritts dienen. Orientierung erfolgt dabei an Best-Practices, um eine bessere Performance als der Wettbewerb anzuvisieren (Outperformance).

Die strukturelle Transformation setzt den Fokus auf die Optimierung der gesamten Unternehmensstruktur. Hierzu zählen u.a. die Aufbauorganisation und die Qualität des Personals sowie Schließungen von Produktionsstandorten. Der Aufbau eines Führungs- und Steuerungssystems mit entscheidungsorientiertem Reporting ist ebenfalls Element der strukturellen Transformation. Ziel der finanziellen Transformation ist die Verbesserung der Eigenkapitalstruktur und der Besicherung von Liquidität. Im kurzfristigen Zeithorizont geht es um das Besichern des Überlebens durch Maßnahmen zur Vermeidung einer drohenden Insolvenz. Mittel- und langfristig ist es das Ziel, eine gesunde Eigenkapitalstruktur zu schaffen. Die finanzielle Restrukturierung ist eine wichtige Voraussetzung zur Umsetzung der operativen, strukturellen und strategischen Restrukturierung, da sie die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellt.

Abbildung 3: Handlungsfelder der klassischen Transformation

Effizienzimpulse erreichen durch digitale Transformation

Die digitale Transformation ermöglicht die Optimierung der Wertschöpfungskette hinsichtlich Effizienzsteigerungen und der Aktivierung von neuen Wachstumsimpulsen. Effizienzinitiativen greifen dabei initial, um mithilfe von Quick Wins Liquidität und Investitionskapital für flankierende Wachstumsinitiativen zu gewinnen. Begonnen wird im Rahmen der digitalen operativen Exzellenz mit der Analyse des digitalen Reifegrads der Wertschöpfungskette. Zu den Wachstumsinitiativen zählen u.a. die Adaption des Geschäftsmodells in Richtung Plattform-Geschäftsmodell / Plattformökonomie, die Entwicklung einer E-Commerce Distributionsstrategie oder die Etablierung eines Digital Sales Center. Begleitet werden alle Vorhaben durch ein Projektmanagement, der sowohl agile als auch traditionelle Projektmanagementmethoden kombiniert, um in dynamischen Zeiten flexibel reagieren zu können.

Abbildung 4: Initiativen der digitale Transformation

A Effizienzinitiativen

Zur Erreichung digitaler operativer Exzellenz sind fünf Phasen zu durchlaufen. Ein Digital Health Check gibt Aufschluss über den digitalen Reifegrad des Unternehmens und bietet aus der initialen Analyse erste Quick Wins zur Umsetzung an. Mittels tiefgründiger Workflow-Analyse werden alle Wertschöpfungsprozesse betrachtet und Optimierungsmaßnahmen mit Fokus auf Automatisierung und Prozessoptimierung vorgestellt. Simulationen zu Kosteneinsparungen sollen die Effekte einzelner Optimierungsmaßnahmen quantifizieren. Das gesamte Einsparpotenzial sowie erforderliche Investitionen des Transformationsprojektes werden in einem Business Case zusammengefasst und zur Umsetzung eine Implementierungs-Roadmap mit priorisierten Schritten entwickelt. Die Optimierungen fokussieren sich nicht nur auf Kosteneinsparungen, sondern betrachtet werden auch zusätzliche Umsatzpotentiale aus beispielsweise Optimierungen im Vertrieb.

Abbildung 5: Effizienzimpulse durch digitale Transformation

B Wachstumsinitiativen

Ist die Wertschöpfungskette im Rahmen der digitalen operativen Exzellenz begutachtet und Optimierungen initiiert worden, können zusätzliche Wachstumsimpulse gewonnen werden mittels Digitalisierung. Die Neuausrichtung bzw. Ergänzung des bisherigen Geschäftsmodells in Richtung Plattform-Geschäftsmodell ist dabei eine Option. Vernetzungseffekte, ein hoher Digitalisierungsgrad sowie Skaleneffekte sind enorme Vorteile von Plattformen. Ergänzend besichert und stärkt eine E-Commerce Distributionsstrategie die Position im Gesamtmarkt. Erforderlich ist dies aufgrund der kontinuierlichen Verschiebung des Marktvolumens von Offline- hinzu Online-Kanälen. Neue agile Online-Spieler nehmen dabei etablierten Anbietern kontinuierlich Marktanteile ab. Um Kunden optimaler zu bedienen – sowohl im B2C als auch B2B Segment – eignet sich die Etablierung eines Digital Sales Center. Services und Funktionen um den Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung werden in einem Online-Portal gebündelt und bieten neue Umsatzströme.

Abbildung 6: Flankierende Wachstumsinitiativen

C Projektmanagement Excellence

Während der laufende Geschäftsbetrieb eines Unternehmens dafür Sorge trägt, dass das Unternehmen am Leben gehalten wird, dienen Projekte zur Besicherung der Zukunft, da sie den Unternehmenswandel vorantreiben und durch Innovation, Agilität, Transformation und eine längerfristige Perspektive charakterisiert sind. Projekte stehen dabei immer im Zielkonflikt von Zeit, Geld und Qualität. Zusätzlich unterliegen sie zahlreichen Gefährdungsfaktoren, worunter auch ein schlechtes oder mangelndes Projektmanagement anzutreffen ist. Besonders vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass weltweit nur 35% aller Projekte erfolgreich sind, sollte der Fokus auf ein qualifiziertes und strukturiertes Projektmanagement gelegt werden.

Projektmanagement stellt sicher, dass das Ergebnis einen Mehrwert für das Unternehmen liefert. Es führt das Projektteam und entwickelt Projektpläne, um die einzelnen Projektmitglieder mit Aufgaben zu versorgen und auf das Projektziel hinzuarbeiten. Um den Qualitätsaspekt bei Budget- und Zeitdruck nicht zu vernachlässigen, ist das Projektmanagement für Qualitätskontrollen verantwortlich, identifiziert potentielle Risiken und stellt eine transparente Kommunikation unter allen Stakeholdern sicher.

Abbildung 7: Bedeutung von Projektmanagement

Erfolgreiches Projektmanagement wird zum Differenzierungsmerkmal für herausragende Unternehmen. Dafür müssen Projektmanager und Führungskräfte solide Projektmanagement-Kenntnisse beherrschen und der Mehrwert und Nutzen des Projektes muss klar sein, ebenso auch die die Verbindung zu den Unternehmenszielen. Kompetenzen in Führung und Change-Management sowie von agilen und adaptiven Techniken sind Voraussetzungen für erfolgreiches Projektmanagement.

FOSTEC & Company unterstützt die Implementierung von Effizienz- und Wachstumsinitiativen mit langjähriger Projektmanagementerfahrung. Weiterführende Informationen sind im Kompetenzbereich Projektmanagement Excellence ausführlich zusammengestellt.

Ergänzend zu unserem Dossier finden Sie umfangreiche Informationen zur „Effizienzoffensive durch digitale Transformation“ auch in unserem publizierten Whitepaper.

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Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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Markus Fost

Managing Partner
Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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