Einkaufsstrukturen entstehen über Jahre durch Einzelentscheidungen, Lieferantenbeziehungen wachsen ohne strategische Steuerung, und Lieferkettenarchitekturen werden selten systematisch auf veränderte Markt- und Nachfragebedingungen hin überprüft. Das Ergebnis sind strukturelle Kostenpositionen, die nicht durch operative Ineffizienz entstanden sind, sondern durch fehlende Transparenz und ausgebliebene strategische Neuausrichtung. FOSTEC & Company erschließt genau diese Reserven: mit einer Beschaffungs- und Supply-Chain-Strategie, die auf faktenbasierter Analyse fußt und direkt auf die Kostenstruktur wirkt.

Kontext und Relevanz

Die strategische Bedeutung von Beschaffung und Supply Chain hat sich in den vergangenen Jahren strukturell verändert. Lieferkettenstörungen, gestiegene Transportkosten, veränderte Zoll- und Handelsregelungen sowie der Druck auf Lieferkettentransparenz haben deutlich gemacht, dass Beschaffung keine operative Funktion im Hintergrund ist, sondern ein strategischer Hebel mit erheblichem Einfluss auf Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Gleichzeitig bestehen in den meisten Organisationen strukturelle Ineffizienzen, die über Jahre gewachsen sind: Lieferantenportfolios mit zu vielen Einzelbeziehungen ohne Bündelungssynergien, Konditionen, die seit Jahren nicht verhandelt wurden, und Supply-Chain-Netzwerke, deren Komplexität die eigentlichen Kostenvorteile strukturell überlagert hat. Nearshoring-Optionen werden dabei häufig ohne strukturierte Wirtschaftlichkeitsbewertung abgelehnt.

Unser Ansatz

Das Modul deckt drei methodisch eigenständige, aber inhaltlich zusammenhängende Handlungsfelder ab – von der operativen Beschaffungsoptimierung über das Supply-Chain-Redesign bis zur strategischen Nearshoring-Bewertung (Abbildung 1: Drei Handlungsfelder der Procurement & Supply Chain Efficiency).

Abbildung 1: Drei Handlungsfelder der Procurement & Supply Chain Efficiency

Schritt 1: Ausgaben-Analyse und Lieferantenbestandsaufnahme
Ausgangspunkt ist eine vollständige Transparenz über die Beschaffungsausgaben: nach Kategorie, Lieferant, Region und strategischer Relevanz. Ein strukturiertes Supply Chain Assessment erfasst parallel die gesamte Supply-Chain-Architektur – Netzwerkstruktur, Lagerstandorte, Abhängigkeiten und Risikopositionen. Beides zusammen liefert das Bild, das für jede fundierte Beschaffungsentscheidung die Grundlage bildet.

Schritt 2: Einsparstrategien und Sourcing-Optionen entwickeln
Auf Basis der Bestandsaufnahme wird eine Procurement Strategy entwickelt, die Lieferantenkonsolidierung, Konditionenneuverhandlung und kategorienspezifische Einkaufsstrategien verbindet. Für identifizierte Lieferanten wird ein Supplier Consolidation Plan erarbeitet, der Bündelungssynergien quantifiziert und Umsetzungsschritte festlegt. Parallel wird ein Nearshoring Business Case entwickelt, der Kosteneinsparungen, Transitzeiten, Qualitätsrisiken und Investitionsbedarfe alternativer Sourcing-Regionen gegenüberstellt – als Grundlage für eine faktenbasierte Make-or-Buy-Entscheidung. Ein zentraler Bestandteil der Procurement Strategy ist die Bewertung und Einführung geeigneter E-Procurement-Lösungen: Prozessautomatisierung reduziert Fehlerquoten und manuelle Tätigkeiten, Transparenzsteigerung verbessert die Entscheidungsgrundlage, strukturiertes Ausschreibungsmanagement erhöht die Vergleichbarkeit von Angeboten – und eine bessere Lieferantenanbindung stärkt langfristige Lieferbeziehungen (Abbildung 2: Nutzen von E-Procurement-Systemen – Prozessautomatisierung, Transparenz, Ausschreibungsmanagement und Lieferantenbindung).

Abbildung 2: Nutzen von E-Procurement-Systemen – Prozessautomatisierung, Transparenz, Ausschreibungsmanagement und Lieferantenbindung

Die konkrete Ausgestaltung folgt der Beschaffungskategorie: A-Artikel über Rahmenlieferverträge und E-Business-Schnittstellen, B-Artikel über standardisierte Katalogplattformen, C-Artikel vollständig automatisiert über E-Procurement-Plattformen (Abbildung 3: E-Procurement nach Beschaffungskategorie – A/B/C-Artikel-Logik und kanalspezifische Automatisierungsgrade).

Abbildung 3: E-Procurement nach Beschaffungskategorie – A/B/C-Artikel-Logik und kanalspezifische Automatisierungsgrade

Die Systemlandschaft bietet dafür ein breites Spektrum – von direkten EDI-Schnittstellen und Procurement-to-Pay-Systemen über KI-gestützte Katalogkonsolidierung bis zu offenen und geschlossenen B2B-Marktplätzen. Welche Kombination geeignet ist, hängt von Lieferantenstruktur, Bestellvolumen, Automatisierungsgrad und strategischen Prioritäten ab (Abbildung 4: E-Procurement-Systemlandschaft – von direkten EDI-Schnittstellen über P2P-Lösungen bis zu offenen und geschlossenen B2B-Marktplätzen).

Abbildung 4: E-Procurement-Systemlandschaft – von direkten EDI-Schnittstellen über P2P-Lösungen bis zu offenen und geschlossenen B2B-Marktplätzen

Schritt 3: Supply-Chain-Redesign und Umsetzungsplanung
Strukturelle Supply-Chain-Anpassungen werden in einem priorisierten Umsetzungsplan zusammengeführt: Netzwerkvereinfachung, Lagerkonsolidierung, Sicherheitsbestandsoptimierung und Risikoreduzierung durch Lieferantendiversifikation. Alle wesentlichen Maßnahmen werden mit einer Kostenwirkungsrechnung hinterlegt, die den realisierbaren Einspareffekt auf der Gewinn- und Verlustrechnung transparent macht. Quick Wins – etwa in der Konditionenneuverhandlung oder der Lieferantenkonsolidierung – werden vorrangig adressiert.

Ergebnisse und Wirkung

Strategische Beschaffungsoptimierung wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig: niedrigere Einkaufspreise durch Konditionenneuverhandlung und Lieferantenkonsolidierung, reduzierte Lieferkettenkosten durch Netzwerkvereinfachung sowie verbesserte Versorgungssicherheit durch den gezielten Abbau kritischer Abhängigkeiten. Ein wesentlicher Hebel liegt dabei in der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse: E-Procurement-Systeme automatisieren manuelle Abläufe, konsolidieren Einkaufsvolumina und schaffen die Steuerungsgrundlage für eine kontinuierliche Konditionenoptimierung. Mandanten erhalten eine auf ihre Kategorie- und Lieferantenstruktur ausgerichtete Strategie mit priorisierter Umsetzungslogik – und für Unternehmen mit PE-Beteiligung einen quantifizierten Wertbeitrag auf der Kostenseite, der im Rahmen operativer Value-Creation-Programme planbar und dokumentierbar ist.

Einordnung im Leistungsportfolio

Das Leistungsportfolio Digital & Operational Performance Services beinhaltet Leistungen von unterschiedlichem Umfang und Fokus. FOSTEC & Company bietet umfangreiche Services zur Steigerung der digitalen und operativen Performance an:

Erfahren Sie in einem persönlichen Erstgespräch, wie FOSTEC & Company die Beschaffungs- und Supply-Chain-Struktur Ihres Unternehmens analysiert und strukturelle Einsparpotenziale identifiziert – kontaktieren Sie uns.

Ihr Ansprechpartner

Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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