Der Beruf des Strategieberaters ist von einem sich ständig ändernden dynamischen Umfeld geprägt. Ein Berater wird in abwechslungsreichen Projekten stets mit unterschiedlichen Menschen und Problemen konfrontiert werden. Es gilt, die Herausforderungen und Ziele des Unternehmens zu verstehen und gangbare Lösungswege für Mandanten zu entwickeln. Die vergangenen 20 Jahre waren vor allem durch Digitalisierung geprägt und führten zu Veränderungen in internationalen Supply Chains und zu Kanalverschiebungen in der Distribution. Das Beratungsumfeld ist für seine hohe Lernkurve bekannt, da junge Berater bereits zu Beginn durch unterschiedlichste Projekte in verschiedenen Unternehmen tiefe Einblicke in die Realwirtschaft gewinnen und schon früh Verantwortung übernehmen können. Das projektbasierte Arbeiten in, durch die Globalisierung, zunehmend diverser werdenden Teams erfordert von Berufseinsteigern ein breitgefächertes Fähigkeiten Profil, um sich den unterschiedlichen Persönlichkeiten und Problemstellungen schnellstmöglich anpassen zu können. Vor allem in Krisensituationen, wie der Covid-19 Pandemie oder dem Ukraine-Krieg, kommen Strategieberatern grundsätzlich zwei zentrale übergeordnete Rollen zu: Die strukturierte Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen unter Abwägung der Chancen und Risiken sowie die Umsetzung von strategischen Transformationsprojekten.

Abbildung 1: Anforderungsprofil und Erwartungen an Berater

Die fortlaufende Digitalisierung erhöht die Anzahl der Analysen und Prozesse, welche von Technologie und Künstlicher Intelligenz durchgeführt werden können. Somit sind die notwendigen Fachkenntnisse und Analytischen Fähigkeiten selbstredend eine Grundvoraussetzung für den Berufsstart in der Beratung, jedoch müssen diese von wichtigen Soft-Skills und Denkstrukturen flankiert werden, um auch im modernen Projektumfeld erfolgreich sein zu können. Das Anforderungsprofil und die Erwartungen an Berater sind in Abbildung 1 dargestellt. Das Beratungsumfeld erfordert grundlegend vier Dimensionen, kognitive Fähigkeiten, zwischenmenschliche Fähigkeiten, Self-Management und Digital Literacy, welche als übergreifende Kategorien des notwendigen Fähigkeiten Profils gesehen werden sollten. Diese vier Dimensionen werden im weiteren als roter Faden für diesen Artikel dienen.

Fasst man die in Abbildung 1 gezeigten Fähigkeiten zusammen, besteht die zentrale Kompetenz der Berater darin, Informationen über das Unternehmen und die Problemstellung von den Gesprächspartnern zu erhalten, und diese sukzessive unter der Berücksichtigung der gemeinsamen Ziele zu lösen und den Mandanten bei der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen und Strategien zu unterstützen. Der folgende Abschnitt wird tiefer auf die Rolle der kognitiven Fähigkeiten im Beratungsumfeld eingehen.

Kognitive Fähigkeiten im Beratungsumfeld

Die erste Aufgabe des Projektteams wird sein die Kernproblemstellung im Dialog mit den Mitarbeitern des Mandanten zu eruieren. Hierfür müssen Berater in der Lage sein, effektiv zu kommunizieren, indem sie die richtigen Fragen stellen, aktiv und aufmerksam zuhören und die wichtigsten Informationen aus dem Gespräch synthetisieren.

Im zweiten Schritt muss ein strukturierter Arbeitsplan erstellt werden. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Berater in der Lage sind, die benötigte Zeit zur Umsetzung des Arbeitsplans abzuschätzen. Da Projekte im Beratungsumfeld meist in der kürzest möglichen Zeit umgesetzt werden müssen, ist ein effektives Zeitmanagement und Priorisierung von Kernthemen unumgänglich. Die Projektplanung sollte agil gestaltet sein, sodass das Beraterteam auf veränderte Mandantenwünsche reagieren können, welche erfahrungsgemäß im Laufe vieler Projekte auftreten.

Nach der Erstellung des Arbeitsplans muss dieser im nächsten Schritt umgesetzt werden, und die Kernproblemstellung des Mandanten somit gelöst werden. Hierbei ist es wichtig, dass Berater in der Lage sind, nur die wesentlichen Informationen zu filtern, und diese in einen strukturierten Problemlösungsansatz einfließen lassen. Jedes Projekt und jeder Mandant sind einzigartig, somit müssen Berater die Problemlösung durch logisches Denken erreichen nicht aber durch das blinde Anwenden bereits verwendeter vergangener Lösungen, welche auf den ersten Blick plausibel erscheinen. Eine „One size fits all“ Lösung existiert nur in den seltensten Fällen, und ist meist ein Trugschluss, da die Situation nicht vorurteilsfrei und logisch betrachtet wurde.

Um dem Mandanten einen auf das Unternehmen zugeschnittenen Lösungsansatz präsentieren zu können, müssen Berater über eine gewisse mentale Flexibilität verfügen. Zunächst müssen Berater die Fähigkeit besitzen, die Situation aus der Perspektive des Mandanten und der einzelnen Projektteilnehmer zu betrachten, um im nächsten Schritt einen Kreativen Lösungsansatz zu entwickeln, welcher dem Wesen des Mandanten und seiner Perspektive auf die Situation entspricht. Hierfür ist es wichtig, dass Berater sich der Situation und den Wünschen des Mandanten anpassen können.

Zuletzt muss das Wissen um den Lösungsansatz in Form einer Präsentation auf den Mandanten übertragen werden. Im Beratungsumfeld spricht man häufig von der Wichtigkeit der sogenannten „Client-Friendlieness“, welche im Wesentlichen auf die Notwendigkeit einer guten und zusammenhängenden Story zur Erklärung des Lösungsansatzes und einer verständlichen und ansprechenden visuellen Darstellung abzielt.

Das Beratungsumfeld ist dafür bekannt ein sehr dynamisches und analytisches Umfeld zu sein, dennoch werden Projekte immer in Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Mandanten umgesetzt, weshalb zwischenmenschliche Kompetenzen über eine hohe Relevanz verfügen.

Zwischenmenschliche Fähigkeiten für Beraterinnen und Berater

Erfolgreiche Berater und Projektleiter zeichnen sich durch das Talent aus, eine Beziehung mit dem Projektteam des Mandanten aufzubauen und die Zusammenarbeit zu erleichtern. Berater werden von vielen Mitarbeiter oft kritisch gesehen, da sie für Veränderung im Unternehmen und ein Verlassen der Komfortzone stehen. Der Aufbau von Vertrauen mit diesen Teammitgliedern kann nur auf Basis einer starken Kontaktfreudigkeit gelingen. Zudem müssen Berater in zwischenmenschlichen Interaktionen die Probleme und Perspektiven des Gegenübers verstehen und empathisch auf diese eingehen. Das Verhalten von Beratern, welche erfolgreich zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen, zeichnet sich zudem durch Bescheidenheit und Bodenständigkeit aus.

Desto mehr der Projektfokus auf der Umsetzung einer Strategie liegt, desto mehr steigt die Wichtigkeit der Teamwork Fähigkeiten, um Projekte effektiv zum Abschluss bringen zu können. In einer immer stärker globalisierten Arbeitsumfeld steigt die Mobilität der Arbeitskräfte seit Jahren stark an. Zusätzlich führte die Covid-19 Pandemie zu einer Beschleunigung des Home-Office und New-Work Trends. Zusammen resultieren diese Veränderungen in diversen Teams in Beratungsprojekten. Mit Diversität ist hier vor allem eine Team Konstellation aus unterschiedlichen akademischen und fachlichen Hintergründen, unterschiedlichen Ländern und Kulturen sowie unterschiedlichen Persönlichkeitstypen gemeint. Um im Kontext solcher Projektteams erfolgreich zu sein, müssen Berater in der Lage sein alle Teammitglieder in die Projektprozesse zu inkludieren und ein kollaboratives Umfeld zu schaffen, in welchem die Mitglieder des Projektteams des Mandanten Verantwortung übernehmen. Berater müssen als Sparringspartner und Coach auftreten, das Team motivieren und zwischenmenschliche Konflikte durch konstruktives Feedback und Gesprächsmediation lösen.

Um die Ziele des Projektteams erreichen zu können müssen die Berater mit gutem Beispiel voran gehen und den Mitarbeitern des Mandanten als Vorbild dienen. Hierbei ist es ebenfalls die Aufgabe der Berater, das Projektteam zu inspirieren und es zu organisieren. Berater müssen die Veränderungsprozesse initiieren, da Mitarbeiter ihre Komfortzone nicht von sich aus verlassen würden.

Zusammenfassend, müssen Berater als treibende Kraft für positive Veränderung wahrgenommen werden, welche die Mitarbeiter und das Management des Mandanten durch ihre Arbeit unterstützen nicht aber bevormunden. Diese Wahrnehmung kann nur durch ein empathisches und bescheidenes Auftreten sowie dem Vorbild harter und effektiver Arbeit für den Mandanten geschaffen werden.

Um als Vorbild für Mandanten dienen zu können, müssen Beraterinnen und Berater zunächst an der eigenen operativen Exzellenz arbeiten. Die nächste Fähigkeit um ein erfolgreicher Berater zu werden ist somit das Self-Management.

Self-Management auf dem Weg zur Zielerreichung

Erfolgreiche Beraterinnen und Berater verfügen über ein hohes Maß an Selbsterkenntnis. Das Beratungsumfeld ist eine hoch kompetitive Industrie, in der eine Vielzahl junger Talente versuchen eine erfolgreiche Karriere zu führen. Aufgrund der hohen Ansprüche an junge Berater, ist es naheliegend, dass auch schlechtes Feedback erhalten werden wird und Fehler passieren. In diesen Momenten ist kontrollierte und emotionslose Selbstreflektion gefragt, das eigene Verhalten muss verstanden werden, um Problemquellen zu identifizieren. Erfolgreiche Berater sind selbstbewusst und sich ihrer eigenen Stärken bewusst, sodass der eigene Antrieb sie zur Korrektur der identifizierten Fehler führen wird, und sie sich auch durch negatives Feedback verbessern werden.

Von Beratern wird stets erwartet, sich auf die Projektziele und das Ergebnis zu fokussieren. Dieser Denkansatz auch weiterer Kernbestandteil des Self-Managements. Berater müssen sich in Eigenverantwortung auf die persönlichen Ziele und die persönliche Weiterentwicklung konzentrieren. Hierbei ist es besonders wichtig, Feedback so oft wie möglich einzufordern und dieses Aufmerksam aufzunehmen, selbstkritisch zu betrachten und es möglichst schnell umzusetzen, um neue Gewohnheiten zu schaffen und sich selbst kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Abbildung 2: Unternehmerisches Denken und Handeln als Berater

Der Gedanke der unternehmerisch denkenden Berater gewinnt seit einigen Jahren immer mehr an Zuspruch durch Mandanten und Industrieexperten. Hierbei geht es vorwiegend darum, Wandel und Innovation durch unkonventionelle Denkansätze in den Beratungsprojekten aktiv voranzutreiben. Zusätzlich müssen sich Berater durch Courage und Risikobereitschaft auszeichnen und ihr Ideen mit Passion und Optimismus vertreten und verfolgen. Abbildung 2 zeigt einige Ansätze in welcher Funktion Berater ihren Mandanten unternehmerisch zur Seite zu stehen können, wie z.B. das Entwickeln eines Gespürs für unternehmerisch Wertvolle Opportunitäten.

Digital Literacy – Digitalisierung und Technologie verstehen

Der Begriff „Digital Literacy“ kann auch als Verständnis für die globale Digitalisierung und moderne Technologien und Medien ausgedrückt werden. Bedenkt man, dass das Internet erst vor etwa einer Generation kommerzialisiert wurde, schneit es fast surreal, dass das durchschnittliche deutsche Kind das erste Smartphone mit unter 10 Jahren erhält, 40 Prozent dieser Kinder haben in diesem Alter bereits ihr zweites oder drittes Smartphone. Es ist also anzunehmen, dass die die Generation Alpha (geboren zwischen 2010 und 2025) eine noch deutlich höheres Niveau an Digitalisierung miterleben wird als es noch bei Generation Z der Fall war, welche ohnehin bereits als „Digital Natives“ gelten. Da man also annehmen kann, dass junge Beraterinnen und Berater als „Digital Natives“ bereits über ein hohes Verständnis für Digitale Medien verfügen, versteht dieser Artikel die „Digital Literacy“ mehr als iterativen Prozess denn als gegebene Fähigkeit.

Im Sinne der digitalen Kompetenz, erwartet das Arbeitsumfeld der Unternehmensberatung, dass sich Berater stetig in Bezug auf digitale Zusammenarbeit weiterbilden und sich im Zusammenhang mit digitalen Medien immer ethisch korrekt verhalten. Digitale Kompetenzen können aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung schnell veraltet sein, weshalb sich Berater stetig mit neuen Technologien beschäftigen müssen, um nicht den Anschluss and die sich neu ergebenden Endkundenwünsche zu verlieren.

Des Weiteren müssen Beraterteams in ihrem Arbeitsalltag stetig an den Analysen von Datensätzen und Statistiken arbeiten. Die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz, führt zunehmend zur Vereinfachung solcher Analysen, weshalb Berater der Zukunft im Umgang mit diesen Technologien stets sicher sein müssen. Technologie kann zwar die Durchführung der Analyse vereinfachen, die Interpretation und Anwendung der Resultate obliegt jedoch weiterhin den Beratern. Um Analysetools, wie zum Beispiel Business Intelligence oder CRM Tools bei Mandanten erfolgreich einführen zu können, benötigen Berater zusätzlich ebenfalls gewisse Grundkenntnisse in den Prozessen der Softwareentwicklung und -einführung.

Abschließend, benötigen Berater ein gutes Verständnis für digitale Geschäftsmodelle, da diese industrieunabhängig und -übergreifend eingeführt und weiterentwickelt werden. Um Mandanten bei der Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells unterstützen zu können, müssen Berater ihr Wissen um Technologien nutzen um diese Effektiv und Prozessoptimierend als Teil von Transformationsprojekten bei Mandanten einzuführen.

Zusammenfassend benötigen Berufseinsteiger im Beratungskontext eine Vielzahl an Fähigkeiten, welche zum Teil in der Vergangenheit weniger wichtig waren. Die steigenden Anforderungen an junge Talente, führt zu einer erschwerten Suche nach passenden Kandidaten für Beratungen. Abschließend enthält dieser Artikel noch einen Exkurs zu den Grundlagen des Talent Managements.

Exkurs: Talent Management – „High Potentials“ fördern und halten

Mit dem Aufkommen neuer Technologien und Techniken auf dem Markt stehen Unternehmen unter dem permanenten Druck, mit dem Wandel Schritt zu halten. Diese Prämisse gilt auch für das Beratungsumfeld. Um sich tagtäglich auf dem Markt zu beweisen und sich vom Wettbewerb abzuheben, werden, wie eingangs beschrieben, die richtigen Berater mit den richtigen Fähigkeiten benötigt. Neue Fähigkeiten können auf zwei Wegen ins Unternehmen gebracht werden: entweder durch die Akquise neuer Talente oder durch die Weiterbildung bestehender Talente. Ein Talent Management Programm für Berater sollte beides beinhalten, damit „High-Potentials“ zum einen voneinander lernen können und zum anderen aufgrund der stetigen Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten dem Unternehmen erhalten bleiben.

Das Beratungsumfeld stellt junge Talente vor hohe Grundvoraussetzungen und Erwartungen an ihre Fähigkeiten (Abbildung 1). Somit drängt sich die Frage auf, was Unternehmen tun können, um diese „High-Potentials“ zu fördern und an das eigene Unternehmen zu binden. Denn schon heute gibt ein Beratungsunternehmen im Schnitt 4.000 Euro pro Berater pro Jahr für die Weiterbildung aus, während der Durchschnitt über alle Industrien bei gerade einmal rund 1.000 Euro pro Jahr liegt. Die Weiterbildung der Berater wird in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen, da das oben beschriebene Fähigkeiten-Profil zusätzlich geschult und weiterentwickelt werden muss (z.B. iterativer Ansatz bei Digital Literacy). Somit sollte die interne Budgetplanung die Kosten für ein dediziertes Talent Management Programm bereits enthalten (US-Studie von Harris Poll, 2017). Abbildung 3 zeigt die Kernbestandteile von Talent Management Programmen.

Abbildung 3: Kernbestandteile von Talent Management Programmen

Im Rahmen des „Performance Managements“ ist es wichtig, dass aussagekräftige und messbare KPIs gewählt werden, um die Performance der Berater zu messen. Besonders wichtig wird das Performance Management aufgrund des Trends der „Value adding compensation“, wonach Berater danach entlohnt werden, wie viel Mehrwert sie erbringen konnten. Schwerer allerdings ist es, die Entwicklung der benötigten Soft-Skills messbar zu machen, was es mit Blick auf die Zukunft schwer macht, „High-Potentials“ zu identifizieren, die bereits im Unternehmen arbeiten, deren Fähigkeiten allerdings erst zukünftig, bei höherer Seniorität relevant werden und somit noch nicht messbar sind (z.B. Personalführungskompetenzen bei jungen Beratern). Dennoch bietet vor allem die Weiterentwicklung bestehender Talente großes Potential einen Wettbewerbsvorteil in Bezug auf den „War for Talents“ zu entwickeln. Daher ist es ratsam, gewisse Ressourcen auf die interne Entwicklung der Beratung zu fokussieren und Mentoring Programme zu unterstützen und zu fördern.

Zusätzlich befasst sich das Talent Management mit der „Talent Acquisition“. Im Auswahlprozess neuer Berater sollte der Fokus neben einer grundlegenden fachlichen Übereinstimmung und dem „Personal Fit“ vor allem auf die notwendigen oben beschriebenen Fähigkeiten gelegt werden. So kann sichergestellt werden, dass der „High-Potential“ langfristig Mehrwerte für das Unternehmen generieren kann und nicht aufgrund der Dynamik des Umfelds zurückfällt. Neue Berater sollten mit Bedacht gewählt werden, da eine Fehleinstellung erhebliche Kosten mit sich bringt und die allgemeine Stimmung in den Beraterteams belasten kann.

Die Nachfolgeplanung befasst sich mit der aktiven Suche nach vielversprechenden Kandidaten für eine Nachfolge wichtiger Mitarbeitenden. Gerade in der schnelllebigen Beraterbranche, welche für Mitarbeiterfluktuation bekannt ist, ist der Abgang von Mitarbeitern meist nicht zu verhindern. Dennoch hinterlässt jeder Abgang eines Beraters einen „Skill Gap“, den es schnellst- und bestmöglich zu schließen gilt. Deshalb sind Talentpools und der Aufbau einer grundlegenden Talententwicklung von internen „High-Potentials“ und externen Talenten ein entscheidendes Tool, um der Mitarbeiterfluktuation im Beratungsumfeld zu begegnen. Gerade in den kommenden Jahren wird die sogenannte „Baby-Boomer“-Generation sich nach und nach zur Ruhe setzen und einen immensen „Skill-Gap“ hinterlassen, welcher durch die nachfolgende Generation abgefangen werden muss. Jedes Unternehmen sollte daher ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Talentprogramm besitzen, um auch langfristig erfolgreich neue Beraterinnen und Berater zu akquirieren und nachhaltig im „War for Talents“ zu bestehen.

Zusammenfassend stellt das Beratungsumfeld nicht nur die Beraterinnen und Berater, sondern auch die Beratungsunternehmen vor Herausforderungen. Die Mandantenanforderungen an Beratungsunternehmen steigen immer weiter, was steigende Anforderungen gegenüber Beratern als Personen zur Konsequenz hat. Diese Berater zu finden und zu halten, stellt Unternehmensberatungen weltweit vor eine schwierige Aufgabe in Bezug auf das Talent Management. Dennoch lässt sich aus Sicht der Strategieberatungen mit dynamischem Arbeitsumfeld, steiler Lernkurve und abwechslungsreichen Projekten hoffen, dass sich die jungen Talente weiterhin auch trotz steigender Anforderungen um die Stellen als Beraterinnen und Berater bemühen werden.

Ihr Ansprechpartner

Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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Markus Fost

Managing Partner
Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

Antonio Adriano Lucà, MLB, hat sowohl aus einer beratenden Perspektive im Transaction Advisory und im Investmentbanking als auch aus einer Investorenperspektive wertvolle Erfahrungen mit M&A-Transaktionen sammeln können.

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Antonio Adriano Lucà

Consultant
Antonio Adriano Lucà, MLB, hat sowohl aus einer beratenden Perspektive im Transaction Advisory und im Investmentbanking als auch aus einer Investorenperspektive wertvolle Erfahrungen mit M&A-Transaktionen sammeln können.

Brian ist zuverlässiger Partner zahlreicher namhafter Strategieberatungen und genießt deren Vertrauen. Durch den täglichen Einsatz in der Beratung, die bekanntlich ein schnelles und sehr anspruchsvolles Geschäftsumfeld darstellt, hat Brian bewiesen, dass es durch ständige Verbesserungen und Weiterentwicklungen den ständig neuen Anforderungen der Kunden gerecht wird. Brian hat das Vertrauen dieser anspruchsvollen Kunden durch seine Qualitäten bei der effektiven Reduzierung von Standardaufgaben und der Bereitstellung von erstklassiger Unterstützung gewonnen und konnte sich so erfolgreich auf dem Markt etablieren.

Wer ist Brian und was kann er?

Brian ist ein KI-gestützter, digitaler Assistent für Berater und Professionals in allen Branchen, welcher ihnen die tägliche Arbeit erleichtern soll. Im Allgemeinen zielt Brian darauf ab, den Zeitaufwand für Standardaufgaben wie Übersetzungen, Transkriptionen, Datenbereinigung und Recherchearbeiten einschließlich der Analyse von öffentlichen und privaten Unternehmen, Branchen-KPIs und Peer-Analysen zu reduzieren. Durch die Reduktion des Zeitaufwands für Standardaufgaben Möchte Brian Freiraum für wertschöpfende Aufgaben und Prozesse schaffen.

Brians Fähigkeiten sind in vier verschiedene Kategorien unterteilt: Dateibearbeitung, Recherche, Folien & Grafiken und weitere Fähigkeiten, wie z.B. Beratungsmethoden, die mehr als 100 Methoden mit detaillierten Anleitungen bieten sowie der Bereich Business Models, die ausführliche Informationen über Geschäftsmodelle und Branchen liefern. Brians Fähigkeiten werden in Abbildung 1 detailliert beschrieben: „Visualisierung der Fähigkeiten von AskBrian.“

Welche Fähigkeiten besitzt Brian?

Wie Abbildung 1 zu entnehmen ist, übernimmt Brian eine Vielzahl von Tätigkeiten, die andernfalls zeitaufwändig wären.

Abbildung 1: Visualisierung der Fähigkeiten von AskBrian

Dateibearbeitung

Brian kann Dateien aus den Formaten PDF, PNG und JPG in alle gängigen Microsoft Office-Formate (docx, xlsx, pptx) konvertieren. Außerdem kann er die Datei in mehr als 100 Sprachen übersetzen, da Brian mit DeepL verbunden ist. DeepL ist ein weltweit führendes Übersetzungstool, welches qualitativ hochwertige Übersetzungen ermöglicht.

Zusätzlich bietet Brian Transkriptionsdienste an, bei denen Video- und Audioaufnahmen, auch wenn sie in verschiedenen Sprachen gesprochen werden, in MS Word übertragen werden.

Bei der Weitergabe von Dokumenten an Geschäftspartner oder Kunden kann Brian dabei helfen, Dokumente, um vertrauliche Inhalte zu bereinigen. Er kann Zahlen, Firmenlogos, Bilder von Personen, persönliche Informationen, Links und vieles mehr bereinigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fähigkeiten von Brian bei der Dateibearbeitung wertvolle Zeit sparen, da die Gesamtzahl der Tools zur Dateibearbeitung reduziert wird und sich die Mitarbeiter des Unternehmens folglich besser konzentrieren können.

Recherche

Brian kann eine Analyse von über 12 Millionen Unternehmen in Privatbesitz aus Deutschland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich erstellen. Diese Analyse enthält Informationen über das Unternehmen, Zusammenhänge und die wichtigsten Finanzdaten. Er untersucht die Gewinn- und Verlustrechnung, das Vermögen und das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten im Bericht des Unternehmens.

Darüber hinaus kann er auch detaillierte Analysen von mehr als 50.000 börsennotierten Unternehmen erstellen, indem er Insights (Business-Intelligence-Daten) und Finanzinformationen auf jährlicher und vierteljährlicher Basis (GuV, Bilanz, Kapitalflussrechnung) liefert.

Sofern weitere Einblicke in die Wettbewerbssituation benötigt werden, bietet die sogenannte Peer-Analyse über 70 KPIs, die mit bis zu 15 „Peers“ verglichen werden. Als Ergebnis erhält man eine Analyse mit jeweils neun strukturierten Tabellen zum Wachstum, der Betriebseffizienz und der finanziellen Stabilität sowie eine individuelle Tabelle, die nach den persönlichen Bedürfnissen des Nutzers gestaltet werden kann. Zusätzlich werden dem Nutzer die 100 relevantesten Wettbewerber mit individuellen Daten zur Verfügung gestellt.

Mit den Daten 800 unterschiedlicher Branchen in 130 Ländern erstellt Brian eine Liste der Top-Unternehmen in der gewählten Branche inklusive Firmennamen, Branchen, Land des Hauptsitzes und der Marktkapitalisierung. Mit Informationen zu über 100 Branchen kann Brian einen Branchenbericht erstellen, der die operative Effizienz, das Wachstum, die Kapitaleffizienz, das Nettoumlaufvermögen, die Multiples, die Kapitalstruktur, die Kapitalkosten und das Risiko abdeckt, indem er insgesamt 80 Indikatoren analysiert, z.B. Bruttomarge, EBITDA, Umsatzwachstum 5 Jahre und WACC (Weighted Average Cost of Capital).

Die Recherchefunktionen von Brian reduzieren den Gesamtaufwand und damit auch die Zeit, die für eine Marktanalyse und ein Peer-Review benötigt werden. So können die Nutzer sowohl ihre Konkurrenten als auch eine Vielzahl von verschiedenen Lieferanten und Dienstleistern analysieren und mit ihren Wettbewerbern vergleichen.

Folien & Grafiken

Zu den Fähigkeiten von Brian gehört die Unterstützung bei der Gestaltung von Präsentationsfolien durch die Bereitstellung einer Auswahl von tausenden Icons, was es erleichtert, für jeden Anlass und zu jedem Thema die passenden Icons zu finden.

Falls Bilder für Präsentationsfolien benötigt werden, bietet Brain ebenfalls wertvolle Unterstützung, indem lizenzfreie Fotos zu hunderttausenden von Themen angeboten werden. Urheberrechtsprobleme stellen somit kein Problem dar.

Für ein seriöses, konsistentes und modernes Erscheinungsbild bei Geschäftspräsentationen bietet Brian die Möglichkeit aus 49 themenbezogenen Paketen mit jeweils 20 bis 40 Folienvorlagen im Slide Deck auszuwählen, je nach Präferenzen und dem gewünschten Thema.

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Zu den weiteren nützlichen Tools gehören unter anderem, die so genannten Beratungsmethoden, die nicht nur für Beratungsunternehmen gedacht sind, wie der Name vielleicht vermuten lässt. Vielmehr stellt Brian Ihnen über 125 Methoden zur Verfügung, die Ihnen dabei helfen, jede geschäftliche Herausforderung zu meistern, der sich Ihr Unternehmen mitunter stellen muss. Natürlich erhalten Sie die notwendigen detaillierten Anleitungen, um ein tiefes Verständnis für die Methoden zu erlangen und die entsprechenden Maßnahmen so effektiv wie möglich durchführen zu können.

Brian bietet Ihnen darüber hinaus ausführliche Informationen zu allen Geschäftsmodellen und Branchen für den Fall, dass ein bestimmtes Geschäftsmodell analysiert werden soll oder der um sich einen breiten Überblick über die Geschäftsmodelle zu verschaffen, die in einem späteren Schritt, z.B. in einer Geschäftsmodellevaluierung, möglicherweise relevant werden könnten. Insgesamt deckt Brian, mit der Aussicht auf zukünftige Ergänzungen, derzeit etwa 60 Geschäftsmodelle und 20 Branchen ab.

Für den Fall, dass Sie etwas zu Lachen brauchen, hat Brain sogar Witze für Sie parat.

Was kann Brian für Ihr Unternehmen tun?

Mithilfe der bereits vorhandenen Funktionen können die Einkaufsleiter die Qualität der Lieferkette des Unternehmens verbessern, indem sie verschiedene Anbieter von Rohstoffen und Dienstleistungen vergleichen. Brian kann alle relevanten Informationen über bestehende Lieferanten und ihre 100 wichtigsten Konkurrenten zusammentragen. Peer-to-Peer-Vergleiche können auch für die Konkurrenten des Unternehmens, seine Dienstleister, wie die Lager- und Drittlogistikanbieter sowie die Spediteure erstellt werden. Diese Peer-to-Peer-Analysen von Dienstleistern und Zulieferern können bei der Auswahl neuer Partner helfen, mit denen man künftig zusammenarbeiten möchte. Brian kann auch dazu beitragen, die Nutzer über Branchennews auf dem Laufenden zu halten, etwa über die Einführung neuer Produkte durch Wettbewerber.

Abbildung 2: Visualisierung der Kompetenzbereiche von AskBrian

Wieso sollten Sie Brian vertrauen?

Brian ist zuverlässiger Partner zahlreicher namhafter Strategieberatungen und genießt deren Vertrauen. Durch den täglichen Einsatz in der Beratung, die bekanntlich ein schnelles und sehr anspruchsvolles Geschäftsumfeld darstellt, hat Brian bewiesen, dass es durch ständige Verbesserungen und Weiterentwicklungen den ständig neuen Anforderungen der Kunden gerecht wird. Brian hat das Vertrauen dieser anspruchsvollen Kunden durch seine Qualitäten bei der effektiven Reduzierung von Standardaufgaben und der Bereitstellung von erstklassiger Unterstützung gewonnen und konnte sich so erfolgreich auf dem Markt etablieren.

Brian baut seinen Kundenstamm kontinuierlich aus, indem es das Interesse und das Vertrauen einer immer größeren Anzahl von namhaften Unternehmen aus anderen Branchen als der Beratungsbranche gewinnt. Zusammenfassend kann man sagen, dass Brian bisher eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorweisen kann und gute Zukunftsaussichten zu erwarten hat.

Was kommt als Nächstes?

Falls Brian Sie überzeugt hat und Sie nun planen, Brian als zuverlässigen Partner auch in Ihrem Unternehmen einzusetzen, empfiehlt FOSTEC & Company eine von zwei Vorgehensweisen für eine erfolgreiche Softwareeinführung und unterstützt Sie zusätzlich gerne während des gesamten Implementierungsprozesses.

Die erste Möglichkeit wäre die Implementierung von Brian über den beschleunigten Plug-and-Play-Implementierungsprozess, bei dem FOSTEC unterstützend tätig werden kann, um das Projekt so schnell wie möglich abzuschließen.

Die zweite Möglichkeit wäre die Implementierung einer maßgeschneiderten Lösung, welche aus Brians Technologie-Toolkit zusammengestellt werden kann.

Der FOSTEC & Company Ansatz zur Implementierung eines kundenspezifischen Toolkits basiert auf Know-how, welches in unserem Team auf Basis breiter und langjähriger Projekterfahrung angesammelt wurde.

 

Abbildung 3: Visualisierung des Softwareeinführungsansatzes von FOSTEC & Company

Phase I: Das Skript

Das Skript gewährleistet eine reibungslose und strukturierte Softwareeinführung, indem es durch den gesamten Prozess führt. Das Skript ist im Grunde ein Lageplan, der aus Checklisten, Zeitplänen und Systemübersichten besteht. Er plant jeden Schritt der Softwareeinführung sehr detailliert, indem er Zeitvorgaben formuliert und eine strukturierte Verteilung der Aufgaben vornimmt. Sogenannte Roll-Backs, d.h. Back-Doors in das alte System für den Fall eines Worst-Case-Szenarios, werden initiiert und Smoke-Tests durchgeführt, um den ordnungsgemäßen Betrieb der wichtigsten Funktionen des neuen Systems vorab zu überprüfen.

Phase II: Die Softwareeinführung

Bei der Einführung der neuen Software kann im Wesentlichen aus zwei Einführungsschemata gewählt werden. Entweder wird der so genannte „Big Bang“-Ansatz gewählt, bei dem die Einführung in einem kurzen Zeitrahmen und im gesamten Unternehmen erfolgt. Vorteilhaft für diesen Ansatz sind etablierte Systeme mit agiler Datenverarbeitung oder im Falle, dass eine Datenmigration aus dem Altsystem nicht notwendig ist.

Alternativ kann die so genannte „iterative Einführung“ gewählt werden, die sich durch eine schrittweise Einführung pro Bereich auszeichnet, die mit weniger Risiken, aber höherem Planungsaufwand verbunden ist und einen Parallelbetrieb beider Systeme erforderlich macht.

Phase III: Die Schulungen

Schulungen sind der Schlüssel zu einer ordnungsgemäßen und effizienten Arbeit mit dem Software-Tool, wobei der Grundsatz gilt, dass ein System nur so gut ist wie seine Benutzer. Eine etablierte Schulungsstrategie sieht vor, dass eine Gruppe von Schlüsselanwendern im Vorfeld geschult werden, um durch den anschließenden Multiplikatoreneffekt eine schnelle Schulung des übrigen Personals zu gewährleisten.

Phase IV: Die Datenmigration

Eine gute Planung ist der Schlüssel für eine reibungslose Datenmigration. Zu den Planungsaktivitäten gehören die Entwicklung einer geeigneten Migrationsstrategie, das kontinuierliche Testen und die Verbesserung des Migrationsprozesses. Es ist sinnvoll, das alte System einige Zeit vor der Datenmigration in einen „Nur-Lesen“-Modus zu schalten.

Phase V: Das Software „Roll-out“

Nach der Genehmigung durch die Geschäftsleitung wird die Software auf allen Geräten installiert, vorzugsweise an Wochenenden, um den Geschäftsablauf nicht zu beeinträchtigen. Gleichzeitig wird die Verantwortung an das Projektteam übergeben. Während der Pilotphase ist die Überwachung der Datenqualität und -leistung von fundamentaler Wichtigkeit.

Um Ihre Zusammenarbeit mit Brian zu beginnen, laden wir Sie ein, auf den folgenden Link zu klicken, um eine kostenlose Testversion zu erhalten – https://www.askbrian.ai/trial-form – oder um einen Termin für eine Demonstration seiner Fähigkeiten zu vereinbaren – https://www.askbrian.ai/demo.

Ihr Ansprechpartner

Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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Markus Fost

Managing Partner
Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

Antonio Adriano Lucà, MLB, hat sowohl aus einer beratenden Perspektive im Transaction Advisory und im Investmentbanking als auch aus einer Investorenperspektive wertvolle Erfahrungen mit M&A-Transaktionen sammeln können.

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Antonio Adriano Lucà

Consultant
Antonio Adriano Lucà, MLB, hat sowohl aus einer beratenden Perspektive im Transaction Advisory und im Investmentbanking als auch aus einer Investorenperspektive wertvolle Erfahrungen mit M&A-Transaktionen sammeln können.

Management Summary

  • Status Quo: Das Private Equity Transaktionsvolumen ist im ersten Halbjahr in Europa auf Rekordniveau – kein Abflauen wird erwartet
  • Private Equity Häuser stehen bei der Auswahl der Berater vor der Frage nach dem Fokus auf Kosten oder Qualität der Berater
  • Kostengünstige Berater können gegebenenfalls Stärken und Schwächen nicht so gut identifizieren, da standardisiert gearbeitet wird – qualitativ bessere Berater sind teurer, aber arbeiten dafür individueller und verfügen über mehr Branchenkenntnisse
  • Unternehmen aus der Digitalwirtschaft verfolgen meist ein anderes Geschäftsmodell als klassische Industrieunternehmen, zudem ändert sich der Markt konstant, daher sollten folgende Aspekte für die qualitative Arbeit beachtet werden:
    • Tiefes Verständnis der Digitalwirtschaft
    • Strategischer Weitblick hinsichtlich E-Commerce und Digitalisierung
    • Starke Vernetzung in der Digitalwirtschaft
    • Unternehmerische Denkweise
  • Private Equity Häuser sollten auf die Qualität der Berater achten, da sonst Stärken und Schwächen der zu akquirierenden Unternehmen mitunter falsch eingeschätzt werden und fehlerhafte Prognosen abgeleitet werden

1. Status Quo: Private Equity Aktivität in Europa auf Rekordniveau

Der Private Equity Markt in Europa erlebt aktuell einen massiven Aufschwung an Transaktionsvolumen. Dem Research-Institut Refinitiv zufolge, erzielte der europäische Private-Equity Markt im ersten Halbjahr 2021 ein Transaktionsvolumen von 155,8 Mrd. Dollar. Damit liegt das Volumen so hoch wie nie zuvor. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 stieg das Volumen damit um fast 100 Mrd. Dollar an. Ebenso stieg die Zahl der Transaktionen um über 50% von 991 auf 1.585 Transaktionen.

Ein Abflauen der Aktivität ist nicht zu erwarten, da in Zeiten geringer Zinsen und geringer Anleiherenditen weiter Kapital von Private Equity Häusern eingesammelt und investiert wird. Das eingesammelte Kapital erhöht weiter den Druck auf die Investoren, Deals zu schließen, um das vorhandene Kapital zu nutzen und Renditen zu erwirtschaften.

Auch in der Digitalwirtschaft in Europa werden eifrig Deals geschlossen. Zu den aktuellen Finanzierungen und Beteiligungen gehören unter anderem folgende:

  • Kreditplattform Younited erhält 170 Mio. Dollar von Goldman Sachs und Bridgepoint
  • KI-Unternehmen Tractable erhält 60 Mio. Dollar von Insight Partners und Georgian
  • KI-Unternehmen AskBrian schließt Finanzierung unter Führung von FOSTEC Ventures

 

 

 

 

 

2. Commercial Due Diligence – Ein schmaler Grat zwischen Effizienz und Qualität

Der Grat bei einer Due Diligence für Targets aus der Digitalwirtschaft zwischen Effizienz und Qualität ist schmal und falsche Prioritätensetzung kann für Private Equity Investoren teuer werden. Zu Beginn eines M&A-Prozesses sind die Informationsasymmetrien zwischen Käufer und Verkäufer sehr groß und eine gute Commercial Due Diligence kann diese Asymmetrien verringern bzw. dem Käufer in gewissen Teilen sogar einen Wissensvorsprung verschaffen.

Die Vorteile einer Standardisierung der Commercial Due Diligence liegen auf den ersten Blick auf der Hand – es können kostengünstig und schnell Ergebnisse erzielt werden. Die Inhalte und Analysen sind vordefiniert und können auf alle Unternehmen angewandt werden. Zudem können die Auswertungen von junioren Beratern ohne spezifische Branchenkenntnisse erledigt werden. Auf den zweiten Blick zeigt sich das Dilemma der Situation, da zum einen das Geschäftsmodell von Unternehmen aus der Digitalwirtschaft sich meist stark von klassischen Industrieunternehmen unterscheidet und die Branche an sich einem starken und stetigen Wandel unterliegt. Standardisierte Verfahren können diesen Spezifika meist nicht gerecht werden und die Gefahr besteht, dass Prioritäten falsch gesetzt werden und wichtige Erkenntnisse nicht aufgedeckt werden können.

Bei den Branchenspezifika sind vor allem die Themen Operations und Vertrieb zu nennen. Zum einen liegt der Schwerpunkt der Value Chain Aktivitäten bei klassischen Industrie-Unternehmen meist woanders als bei Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung. Im Normalfall liegt ein starker Fokus bei klassischen Industrieunternehmen im Bereich der Operations, d.h. die Produktion der Produkte sowie die damit zusammenhängende Logistik. Da Produktion und Logistik bei klassischen Industrieunternehmen einen großen Anteil an den Kosten haben, bringen kleine Verbesserungen bereits einen großen Effekt.

Bei Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung sind oftmals viele Bereiche der Operations ausgelagert an Dienstleister. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Dynamik der Branche als auch der besseren Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Durch die Nutzung spezialisierter Dienstleister kann auf bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden und der Operations-Teil des Unternehmens muss nicht selbst aufgebaut werden. Des Weiteren kommt hinzu, dass Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung oftmals keine physischen, sondern digitale Produkte verkaufen, bei denen keine klassische Operations nötig sind.

Letztendlich bedeutet das nicht, dass für Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung das Thema Operations nicht wichtig ist. Im Gegenteil erfordert das E-Commerce Business aufgrund hoher Kundenanforderungen an Service und Lieferbarkeit meist sogar bessere Operations als bei klassischen Industrieunternehmen. Der Fokus der Unternehmen liegt dabei jedoch nicht auf den eigenen Operations, sondern vielmehr auf der Zusammenarbeit mit Dienstleistern sowie den dabei eingesetzten IT-Systemen. Das heißt, den Fähigkeiten der Mitarbeiter als auch den eingesetzten IT-Systemen kommt eine viel höhere Bedeutung zu.

Neben dem Beispiel der Operations sind meist auch die Vertriebsaktivitäten anders gestaltet als bei klassischen Industrieunternehmen. Durch dem Online-Vertrieb werden klassische Vertriebswege wie Retail-Stores ersetzt durch Online-Marktplätze oder eigene Webshops. Auch hier bedeutet es nicht, dass der Vertrieb für Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung an Bedeutung verliert, sondern dass sich der Fokus verschiebt. Zum einen gewinnt der Bereich Direct-to-Consumer (D2C) mehr und mehr an Bedeutung und zum anderen verändern sich die Key Performance Indicators (KPIs), welche für den Vertrieb relevant sind. Die Analyse des erzielten Traffics auf den Online-Marktplätzen und eigenen Webshops sowie Themen wie Conversion Rate, Advertising Cost of Sales oder Traffic-Quellen gewinnen massiv an Bedeutung. Durch vermehrte direkte und messbare Kundeninteraktion können Marketing- und Sales-Aktivitäten zudem genauer analysiert und bewertet werden.

 

3. Handlungsempfehlung – Keine Kompromisse bei der Qualität einer Commercial Due Diligence

Eine standardisierte und damit effiziente Durchführung einer Commercial Due Diligence birgt die großeGefahr, dass wichtige Stärken und Schwächen eines Unternehmens nicht erkannt werden. Der vorherige Abschnitt hat gezeigt, dass für Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce und Digitalisierung oftmals andere Themen im Vordergrund stehen sollten als bei klassischen Industrieunternehmen. Durch die hohe Dynamik und ständige Veränderung der Marktstrukturen in dieser Branche, können standardisierte Ansätze oftmals nicht alle Feinheiten der Unternehmen aufdecken und bewerten.

Das bedeutet zum einen, dass standardisierte Verfahren bei einer Commercial Due Diligence fehl am Platz sind. Jedes Unternehmen unterscheidet sich bzgl. des Aufbaus und des Fokus des Geschäftsmodells und der Value Chain. Standardisierte Vorgehen werden dieser Individualität nicht gerecht und laufen Gefahr, dass wichtige Aspekte eines Unternehmens unzureichend oder nicht analysiert werden.

Abbildung 1: Erfolgsfaktoren einer Commercial Due Diligence in der Digitalwirtschaft

 

Auf der anderen Seite lassen sich daraus auch folgende Anforderungen an einen Commercial Due Diligence Berater für Targets aus der Digitalwirtschaft ableiten (siehe auch Abbildung 1)

  • Tiefes Verständnis der Digitalwirtschaft:

Um Unternehmen detailliert bewerten zu können und Stärken sowie Schwächen zu identifizieren, ist ein tiefes Verständnis der Digitalwirtschaft notwendig. Zum einen können typische Probleme der Unternehmen besser identifiziert und Fokusthemen detaillierter bewertet und untersucht werden. Zum anderen können auch Stärken und Optimierungspotenziale der Unternehmen besser eingeschätzt und somit das Upside-Potenzial nach dem Kauf optimiert werden. Dadurch können insgesamt die zu Beginn bestehenden Informationsasymmetrien verringert oder in manchen Bereichen sogar zum Vorteil des Investors verschoben werden.

 

  • Strategischer Weitblick bzgl. E-Commerce und Digitalisierung:

Neben der genaueren Prüfung des Unternehmens können auch zukünftige Marktentwicklungen besser eingeschätzt werden. Zukunftsträchtige Marktbereiche lassen sich leichter identifizieren bzw. negative Entwicklungen des eigenen Marktbereichs vorhersehen. Dadurch lässt sich das gesamte externe Ökosystem des Unternehmens deutlich besser bewerten. Empfehlungen für die zukünftige Strategieentwicklung oder notwendige Transformation aufgrund von Marktveränderungen lassen sich frühzeitig erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

 

  • Starke Vernetzung in der Digitalwirtschaft

Eine starke Vernetzung der Berater in der Digitalwirtschaft hat den bedeutenden Vorteil, dass bei Bedarf externe Experten für die Commercial Due Diligence hinzugezogen werden können. Dadurch kann die Expertise im Team weiter erhöht werden und durch Experteninterviews lassen sich Einschätzungen und Erkenntnisse weiter validieren oder verwerfen.

 

  • Unternehmerische Denkweise

Um dem rein analytischen Teil einer Commercial Due Diligence weitere Erfahrungswerte hinzuzufügen ist ein unternehmerischer Hintergrund der Berater sinnvoll. Vorherige Tätigkeiten als selbständiger Unternehmer oder auch Tätigkeiten in einem Unternehmen der Digitalwirtschaft sind enorm hilfreich, um Unternehmen und deren Organisation und Prozesse besser einschätzen zu können. Zudem kennen diese Berater den Alltag in Unternehmen und können besser evaluieren, welche Ambitionen und Veränderungen realistisch sind. Diese Erfahrungswerte helfen demzufolge insgesamt, um bessere Einschätzungen bzgl. der Entwicklung und Zukunftsprognose von Unternehmen zu treffen und dem potenziellen Target auf Augenhöhe zu begegnen.

 

4. Zusammenfassung und Ausblick

Die Aktivität im Private Equity Markt ist aktuell auf einem Allzeithoch in Europa und ein Rückgang ist durch das billige Geld und dem Mangel an Alternativen nicht zu erwarten. Das erhöht den Bedarf der Private Equity Häuser an Due Diligence Services und stellt diese vor die Frage, welche Art von Beratern gewählt werden sollte.

Sollte eine Beratung gewählt werden, welche sich durch Standardisierung und günstige Kosten auszeichnet oder eine Beratung, welche auf einen stark individuellen und qualitativ hochwertigen Ansatz bei höheren Kosten setzt?

Kostengünstige Beratungen können dabei aufgrund der Standardisierung und fehlender Branchenkenntnisse meist nicht die gleiche Qualität und Granularität in den Analysen und Bewertungen erzielen wie Beratungen mit hohen Branchenkenntnissen. Dadurch entsteht die Gefahr, dass wichtige Stärken und Schwächen der Unternehmen nicht erkannt und falsche Prognosen abgeleitet werden. Bei der Auswahl der Berater ist dabei vor allem auf ein tiefes Verständnis der Digitalwirtschaft, ein strategischer Weitblick bzgl. E-Commerce und Digitalisierung, eine starke Vernetzung der Berater in der Digitalwirtschaft sowie eine unternehmerische Denkweise zu achten. Am besten erkennt man diese Fähigkeiten durch die Profile der Berater im Angebot, der Aktualität des Contents der Unternehmen auf der eignen Website sowie Social Media Plattformen wie LinkedIn oder auch der Präsenz der Berater in einschlägigen Medien sowie deren Veröffentlichungen.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung, einen gemeinsamen Austausch und spannende Diskussionen – melden Sie sich gerne per E-Mail, LinkedIn oder auch telefonisch bei uns.

Für weitere Empfehlungen und dedizierten Strategien rund um die Themen E-Commerce, Due Diligence und Transformation stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Seite.

Ihr FOSTEC & Company-Team

 

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Markus Fost, MBA, ist Experte für E-Commerce, Online Geschäftsmodelle und Digitale Transformation mit einer breiten Erfahrung in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und der operativen Restrukturierung.

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